Wie unsere Partnergemeinde Garons ihr jährliches Dorffest – die ‚Fête Votive‘ feiert

Alljährlich am dritten Wochenende im Juni findet im südfranzösischen Garons, unserer Partnergemeinde in der Camargue, das 3–tägige Dorffest, ähnlich unserer Kerwe, statt.

Den Auftakt bildet die Pegoulade am Freitagabend, bei der die verschiedenen Gruppierungen und Vereine unter der Führung der ‚Gardiens‘ (berittender Stiertreiber) lärmend und verkleidet durch die Straßen ziehen. Zum Abschluss des Umzuges verteilt sich die Gemeinde in dem abgesperrten Ortskern von Garons, um der Stierhatz beizuwohnen. Überhaupt steht bei der ‚Fête Votive‘ der Stier im Mittelpunkt. Einmal wird er bei der traditionnellen ‚Abrivado‘ von Reitern der verschiedenen ‚Manades‘ (Stierzüchtereien) durch die Gassen getrieben, ein anderes Mal messen sich die jungen Toreros in der Arena bei der ‚Course à la Camarguese‘, bei der die Stiere nicht getötet, sondern lediglich geneckt werden. Ein sehenswertes Schauspiel !

In diesem Jahr werden 9 Flörsheim-Dalsheimer Mädchen mit Betreuern des Partnerschaftskomitees u.a. auch das sonntägliche Picknick in den Feldern erleben, bei dem die gesamte Bevölkerung von Garons eingeladen ist. Die jungen Damen dürfen französische Lebensart genießen und sich neben Land, Leute, Küche und Musik auf einen Tanzworkshop mit der dortigen Jugendtanzgruppe freuen, der eigens für sie organisiert wird. Zum Ausklang am Sonntag bleibt dann auch Zeit für einen Ausflug ans nahegelegene Mittelmeer.

Interessierte Flörsheim-Dalsheimer Bürger können sich der diesjährigen Fahrt zu ‚Fête Votive‘ gerne in Eigenregie anschließen. Nähere Informationen erhalten Sie bei Sabine Müller-Neef, Tel. 5726 oder Marion Nastoll-Wenzel, Tel. 907730.

„Wir kamen einst von Avignon...

...und wollten weiter nach Garons“
Wir, die Pfadfinder aus Flörsheim-Dalsheim, besuchten in den vorösterlichen Tagen unsere Partnergemeinde Garons in Frankreich.

Es war bereits dunkel als wir mit dem TGV in Frankreich, genauer gesagt in Avignon, ankamen. Der starke Wind pustete uns beinahe um und es schien uns fast unmöglich gegen ihn anzukommen. Lange ersehnten wir uns die Reise nach Südfrankreich und hatten nun unser erstes Etappenziel, die Stadt an der Rhône, erreicht.

Während wir Avignon am nächsten Tag erkundeten und uns eine Sehenswürdigkeit nach der anderen mehr beeindruckte, ob es der Palais des Papes oder der Pont d‘Avignon war, überflutete uns immer mehr das Gefühl endlich angekommen zu sein. Besonders untermalt wurde dieses Gefühl, indem wir immer wieder von Einheimischen mit „Bonjour les filles“ oder „Bonjour les scouts“ begrüßt wurden, während wir durch die kleinen, verschlungenen Gassen Avignons liefen und uns von dem Duft frisch gebackener Crêpes verführen ließen. Mit der Stadt im Rücken und dem Lied „ Sur le Pont d‘Avignon“ als Ohrwurm wanderten wir durch die abwechslungsreiche idyllische Landschaft der Region.
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