Partnerschaftskomitee organisiert Jugendaustausch am Faschingswochenende!
Die Partnerschaftskomitees von Flörsheim-Dalsheim und der Partnergemeinde Garons in Südfrankreich haben am Faschingswochenende einen rundum gelungenen Jugendaustausch auf die Beine gestellt.

Der Schnellzug aus Avignon brachte eine Gruppe von zwölf jugendlichen Tänzerinnen aus Garons mit vier Betreuerinnen am Freitagnachmittag direkt aus Südfrankreich nach Mannheim, wo die Gruppe von ihren Gastgebern abgeholt wurde. Ortsbürgermeister Volker Henn begrüßte die Französinnen bei Kreppel und Luftschlangen im katholischen Pfarrheim. Während die Mädchen alle zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal nach Flörsheim-Dalsheim kamen, freute er sich mit dem deutschen Komitee über das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern. Jacqueline, Karin und Annemarie vom französischen Komitee haben die Gelegenheit gerne genutzt und die Tanztrainerin Vanessa begleitet.

Am Abend gab es ein reichhaltiges Buffet in der Galleria. Schnell hatten deutsche und französische Jugendliche Kontakt geknüpft und wetteiferten um die schwierigsten Zungenbrecher in Deutsch und Französisch. Am Samstagmorgen wurde die Gruppe aufgeteilt und war zu Gast bei verschiedenen Flörsheim-Dalsheimer Familien. Dort durften die Gäste aus Frankreich mit ungewohnten, deutschen Frühstückssitten Bekanntschaft machen. Statt einem Stückchen Baguette mit Butter und Konfitüre, wie es in Frankreich üblich ist, gab es einen reichhaltigen Brunch mit süßen und salzigen Leckereien. Am Nachmittag waren wieder deutsche und französische Jugendliche zum gemeinsamen Training im Tanzatelier Ternis verabredet. Abwechselnd leiteten die französische Trainerin Vanessa und Jennifer Teichmann, Natascha Schäfer und Marie Reinhard von den „Break Ranks“ die großen und kleinen Tänzerinnen an. Während Vanessa vom Trainingsraum besonders beeindruckt war, freute sich Myriam Ternis über die große Tänzer-Schar, die mit Lust und Laune neue Choreografien ausprobiert hat.

Beide haben die Begegnung auf ihren Facebook-Seiten dokumentiert. Das Austauschprojekt verlangt schon jetzt nach einer Fortsetzung … Die Partnerschaft ist aber auch ein Generationenprojekt. Bei jeder Begegnung reisen und wirken Jung und Alt zusammen.

Nach einer kurzen Dusche waren alle Gäste bei unserem Komitee-Mitglied Elli Schickert zum Abendessen eingeladen.
Viele fleißige Helfer haben das Essen zubereitet und unsere Seniorin hat mit Unterstützung ihrer Tochter Rika Auf-/Abbau und Abwasch gestemmt. Chapeau/Hut ab!

Für die Jungen ging es nach dem Essen zum Jugendtreff unter der Leitung von Elke Bowie. Dort gab es Kennenlernspiele
zu Faschingsmusik und Lagerfeuer.

Der Sonntag stand im Zeichen des Faschings-Umzugs. Cynthia Gau hat ab 10:30 Uhr süße Fleckenmauer-Maus-Gesichter geschminkt und die ganze Truppe reihte sich in den Umzug der Narrenschar ein. Mit Helau und Salut ging es durch die Straßen von Flörsheim-Dalsheim. Nur ein bisschen kalt war es halt für die von der Sonne verwöhnten Südländer.

Zum guten Schluss gab es am Montag noch Gelegenheit bei einem Einkaufsbummel in Mannheim ein paar Mitbringsel und Souvenirs zu kaufen, bevor gegen 15 Uhr der Zug in Richtung Heimat abfuhr.

Ein herzliches Dankeschön – an alle, die uns die verschiedenen Räumlichkeiten überlassen haben und auch mit ihrem Engagement
zum Erfolg dieses Besuches beigetragen haben - für all die helfenden Hände, die vor und während des Wochenendes unermüdlich im Einsatz waren - an die Flörsheim-Dalsheimer Jugendlichen, die den Französinnen einen so herzlichen Empfang bereitet haben.

Hier die Kommentare von Chloé, Camille, Celia, Victoria, Léa, Romane, und all den anderen:
Merci pour ce séjour amusant et magique! On a rencontré des personnes incroyables, tous les membres du comité et Emma, Hannah et Annika! Quand je serais plus âgée j‘aurais de très beaux souvenirs! J‘ai fait des rencontres extraordinaires que je n‘oublierais jamais! Merci beaucoup pour cette expérience géniale, fillen dank! On a été servis comme des rois, ich liebe dich!
J‘espère que cette expérience inoubliable se renouvellera prochainement!
Worms Hauptbahnhof Donnerstagmittag, 30°, die Frisur sitzt. Einen warmen Start hatten wir auf jeden Fall auf dem Weg in unsere Partnergemeinde Garons in Südfrankreich. Nach etwa 10 Stunden Fahrt kamen wir endlich in unserem Mas de l’Hôpital an. Viel war mit uns nicht mehr anzufangen. Nach der Schlacht um die besten Luftmatratzen ging es mit einem Kampf um die einzige Einzeldusche weiter. Als alle geduscht waren, sind wir brav ins Bett.

Am nächsten Morgen fing dann das Abenteuer Frankreich richtig an. Über die Nachricht, dass wir nach Grau du Roi ans Meer fahren, hat sich natürlich jeder sehr, sehr gefreut. Dort angekommen war die Freude noch größer. Keiner von uns hätte gedacht, dass wir an einen riesigen Strand mit feinstem Sand gehen. In das 28° warme Wasser konnte man bestimmt 30 Meter weiter reinlaufen. Der perfekte Start. Um 13 Uhr haben die Franzosen uns Sandwiches und Chips in einem Appartement mit direktem Meerblick serviert. Um 14 Uhr sind wir dann weiter nach Aigues-Mortes gefahren – ein kleines buntes Städtchen umgeben von einer riesigen Stadtmauer. Unsere Fleckenmauer ist ein Witz dagegen. Der Abend war dann die Krönung des Tages. Wer hätte gedacht, dass der Tag noch besser würde? Wir wurden zum Abendessen von einem sehr lieben Franzosen und seiner Familie eingeladen. Wobei Abend­essen nicht annähernd beschreibt, was dort aufgetischt wurde. Nach sieben Sorten Vor­speisen (an denen wir uns schon satt gegessen hatten) gab es Lasagne und Salat. Zum Nachtisch wurde Mousse au chocolat, Marshmallows in Schokolade, Aprikoseneis und Oreillettes, eine lokale Gebäckspezialität, aufgetischt. ALLES war selbstgemacht, sogar der Nudelteig für die Lasagne. Als ob das nicht genug gewesen wäre, haben wir beim Gehen noch Geschenktüten von den Gastgebern bekommen. Zurück im Mas erst einmal der große Schock: Sonnenbrand des Todes und Mückenstiche vom Feinsten. Aua.

Am Samstag haben wir eine Sightseeing-Tour durch Nîmes gemacht – eine Stadt mit einer Arena, die besser erhalten ist als das Kolosseum in Rom und der Maison Carrée, die dem Parthenon in Athen ähnelt. Eine kleine Shoppingtour war auch drin. Da es um die 40° heiß war, durften wir statt Tanzworkshop in der stickigen, nicht klimatisierten Halle ins Schwimm­bad einer netten Französin. Abends waren wir wieder zum Essen eingeladen. Zum Aperitif konnte unsere Tanzgruppe „Break Ranks“ die Gastgeber noch mit einer kleinen Tanz­einlage begeistern. Nach dem ersten „iiieh“ haben wir festgestellt, dass Muscheln mit Pommes doch ganz gut zusammen schmecken.

Der leider schon letzte Tag hat sehr entspannt angefangen, denn wir haben bis 10 Uhr aus­ge­­schlafen. Nach dem Frühstück ging es endlich auf die Fête Votive in Garons. Das erste Highlight war mit eineinhalb Stunden Verspätung - denn die Franzosen sind wirklich sehr unpünktlich – das Holifest. Beutel mit buntem Farbpulver wurde zu lauter Technomusik in die tobende Menge geworfen. Auf ein Signal hat dann jeder seine Farbe in die Luft geworfen und getanzt. Ein tolles Spektakel, das man auf unserer Kerwe auf jeden Fall auch einführen sollte! Nach einer Turbodusche – 10 Frauen in 20 Minuten, wahrscheinlich ein neuer Weltrekord - ging es zum Paella-Essen wieder in dasselbe Restaurant wie am Vorabend. Um 16 Uhr sind wir zum „Taureau-Piscine“, einem Stierkampf-Wettbewerb in der Arena. Darauf waren wir alle sehr gespannt, da es viel harmloser als in Spanien ablaufen sollte. Fazit: Wir fanden es interessant und einige „Stunts“ auch sehr toll, würden die Sache aber nicht befür­worten. Das zweite Highlight war das Stiertreiben mit Pferden durch die Gassen Garons. Alle Zuschauer standen am Straßenrand, durch Gitterzäune geschützt, die mutigen standen sogar vor den Zäunen. Wir hatten unseren Platz direkt am Ende an der Arena und damit einen richtig guten Blick auf das Spektakel, als die Pferde und Reiter in Kreisformation um die Ecke schossen und die Straße zur Arena entlang versuchten, einen oder mehrere Stiere im Kreis zu halten. Manchmal gelang es, manchmal büxte der Stier aus. Das war dann zum puren Nervenkitzel, dass die Tiere nicht an den Zaun kamen. Insgesamt 20 Tiere wurden so in die Arena gebracht. Als Abschluss wurden alle Stiere auf einmal zurück geschickt, um dann noch einmal durch Straßen zurück zur Arena getrieben zu werden. 20 Stiere, die auf einen zu rennen, gefolgt von etwa acht riesigen Pferden – was für ein Erlebnis! Das letzte Abendessen war fantastisch. An einer riesigen Tafel wurden wieder massenhaft Vorspeisen, Salate und Grillwürste und Nachspeisen aufgetischt. Wir durften zwischendurch wieder in einen richtig tollen Pool. Man muss hier noch erwähnen, dass die Franzosen mit „Abend­essen“ eine mindestens dreistündige Prozedur meinen. Als Abschiedsgeschenk bekamen wir wieder tolle Päckchen mit Süßigkeiten und französischen Spezialitäten. Abschließend können wir sagen, dass die Franzosen eines der gastfreundlichsten und unpünktlichsten Völker der Welt sind. Es waren super-tolle fünf Tage mit schönen Erfahrungen und neuen Bekannt­schaften. Wir wären gerne länger geblieben und würden sofort wieder mitfahren.

(Jennifer Teichmann)
Alljährlich am dritten Wochenende im Juni findet im südfranzösischen Garons, unserer Partnergemeinde in der Camargue, das 3–tägige Dorffest, ähnlich unserer Kerwe, statt.

Den Auftakt bildet die Pegoulade am Freitagabend, bei der die verschiedenen Gruppierungen und Vereine unter der Führung der ‚Gardiens‘ (berittender Stiertreiber) lärmend und verkleidet durch die Straßen ziehen. Zum Abschluss des Umzuges verteilt sich die Gemeinde in dem abgesperrten Ortskern von Garons, um der Stierhatz beizuwohnen. Überhaupt steht bei der ‚Fête Votive‘ der Stier im Mittelpunkt. Einmal wird er bei der traditionnellen ‚Abrivado‘ von Reitern der verschiedenen ‚Manades‘ (Stierzüchtereien) durch die Gassen getrieben, ein anderes Mal messen sich die jungen Toreros in der Arena bei der ‚Course à la Camarguese‘, bei der die Stiere nicht getötet, sondern lediglich geneckt werden. Ein sehenswertes Schauspiel !

In diesem Jahr werden 9 Flörsheim-Dalsheimer Mädchen mit Betreuern des Partnerschaftskomitees u.a. auch das sonntägliche Picknick in den Feldern erleben, bei dem die gesamte Bevölkerung von Garons eingeladen ist. Die jungen Damen dürfen französische Lebensart genießen und sich neben Land, Leute, Küche und Musik auf einen Tanzworkshop mit der dortigen Jugendtanzgruppe freuen, der eigens für sie organisiert wird. Zum Ausklang am Sonntag bleibt dann auch Zeit für einen Ausflug ans nahegelegene Mittelmeer.

Interessierte Flörsheim-Dalsheimer Bürger können sich der diesjährigen Fahrt zu ‚Fête Votive‘ gerne in Eigenregie anschließen. Nähere Informationen erhalten Sie bei Sabine Müller-Neef, Tel. 5726 oder Marion Nastoll-Wenzel, Tel. 907730.

...und wollten weiter nach Garons“
Wir, die Pfadfinder aus Flörsheim-Dalsheim, besuchten in den vorösterlichen Tagen unsere Partnergemeinde Garons in Frankreich.

Es war bereits dunkel als wir mit dem TGV in Frankreich, genauer gesagt in Avignon, ankamen. Der starke Wind pustete uns beinahe um und es schien uns fast unmöglich gegen ihn anzukommen. Lange ersehnten wir uns die Reise nach Südfrankreich und hatten nun unser erstes Etappenziel, die Stadt an der Rhône, erreicht.

Während wir Avignon am nächsten Tag erkundeten und uns eine Sehenswürdigkeit nach der anderen mehr beeindruckte, ob es der Palais des Papes oder der Pont d‘Avignon war, überflutete uns immer mehr das Gefühl endlich angekommen zu sein. Besonders untermalt wurde dieses Gefühl, indem wir immer wieder von Einheimischen mit „Bonjour les filles“ oder „Bonjour les scouts“ begrüßt wurden, während wir durch die kleinen, verschlungenen Gassen Avignons liefen und uns von dem Duft frisch gebackener Crêpes verführen ließen. Mit der Stadt im Rücken und dem Lied „ Sur le Pont d‘Avignon“ als Ohrwurm wanderten wir durch die abwechslungsreiche idyllische Landschaft der Region.

   
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